fbpx

Damit mein Kind bei mir bleiben kann, nehme ich Hilfe an



Man will mir mein Kind wegnehmen …

Ich bin Jana* – und dies ist meine Geschichte.

Am Anfang konnte ich mich nur schwer an den Gedanken gewöhnen, dass es Leute gibt, die behaupten, ich könne nicht alleine für meine Tochter sorgen.

Stimmt, ich habe Fehler gemacht und nicht immer gut genug aufgepasst … Aber war das so schlimm, dass sie mir gleich meine kleine Tochter wegnehmen wollten?

Einfach nur vom Leben benachteiligt?

Ich habe mich immer wieder gefragt, warum, warum ich, warum wird mir das Leben so schwer gemacht? Es gibt doch genug Menschen, bei denen es den Kindern noch viel schlechter geht.

Ich hatte aber keine Wahl, ich habe mich für eine Mutter-Kind-Wohngruppe entschieden, oder entscheiden müssen.

Jugendhilfe-Wohngruppe ist wie Knast

Ich war lange nicht damit einverstanden und wollte nicht so richtig ankommen. Ich hatte Angst vor dem Alltag – ich hatte ja so einiges gehört …

Immer wieder wurde mir gesagt, es sei wie im Gefängnis in einer Jugendhilfe-Wohngruppe, die seien alle so streng, man dürfe eh nichts selber entscheiden … Man würde bei allem beobachtet und kontrolliert werden.

Ich selber habe aber gemerkt (sicher habe ich ein bisschen Zeit gebraucht), dass das eigentlich gar nicht so schlimm war.

Natürlich gab es Regeln, die mir auch nicht immer gefallen haben. Aber eigentlich war es gar nicht so schlimm.

Ich will doch eine gute Mutter sein …

Was meine Tochter betrifft, hatte ich oft das Gefühl, keine gute Mutter zu sein. Es fühlte sich so an, als hätten die Betreuerinnen der Jugendhilfe-Wohngruppe an allem etwas auszusetzen und als würde ich wirklich alles falsch machen.

Ich habe mich immer gefragt ob ich denn tatsächlich so eine schlechte Mutter bin. Ich konnte nie verstehen, was alle von mir wollten.

Jugendhilfe-Wohngruppe – endlich geht es aufwärts

Ich habe es den Betreuerinnen auf Gut Holmecke nicht leicht gemacht. Aber, und das kann ich im Nachhinein sagen, ich bin froh, dass sie doch so viel Geduld mit mir hatten und so viel Ausdauer. Heute kann ich sagen: es hat sich so sehr gelohnt!

Dank der Betreuerinnen, die immer wieder für mich da waren, und auch mit Hilfe einer Therapeutin konnte ich langsam verstehen, dass ich etwas ändern musste. Vor allem wurde mir auch gezeigt, wie. Es war wirklich nicht so schwer.

Ich habe es geschafft – für uns

Und ich habe durchgehalten – für mein Kind und mich. Nach langer Zeit konnte ich endlich ein eigenes Leben anfangen.

Vor dem Auszug hatte ich dann sogar etwas Angst, ob ich es alleine weiter gut schaffen könnte. Nun geht es uns sehr gut. Ich bin sehr stolz, dass wir das geschafft haben!

Team Jugendhilfe Gut Holmecke: Danke Jana* für diesen ehrlichen Einblick in einen wichtigen Lebensabschnitt.

* Name aus Datenschutzgründen geändert



Diese Seite weiterempfehlen