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Aalisha*



Ich war lange unterwegs und habe viel gesehen. Es tut so gut, dass ich hier an einem sicheren Ort bin und zur Ruhe kommen kann – denn ich bekomme ein Baby. Die letzten Wochen meiner Schwangerschaft sind hier in Deutschland ganz anders verlaufen, als ich es mir vorgestellt hatte. Niemand, den ich kenne ist hier und ich war verzweifelt … und so einsam, denn die Sprache dieses Landes spreche und verstehe ich nicht.

Ich wurde oft zu einem Arzt begleitet, der nur Frauen behandelt. Und alle hier machen ganz viel Wirbel um meinen runden Bauch, das gibt es in meiner Heimat so nicht. Vieles fühlt sich ungewohnt an – aber auch gut. Alle sind sehr liebevoll und fürsorglich. Das tut mir so gut.

Eines Abends bemerke ich immer mehr Rückenschmerzen und irgendwann nachts kann ich es nicht mehr aushalten. Jetzt ist es endlich so weit: Ich werde von einer Mitarbeiterin ins Krankenhaus gebracht. Sie bleibt bei mir und begleitet mich die langen Stunden, bis mein Kind endlich auf der Welt ist. Auch wenn wir uns nicht gut kennen und wir beide nicht in unseren Muttersprachen miteinander sprechen können, so ist es doch gut, dass ich in dieser schwierigen Zeit jemanden an meiner Seite habe, dem ich vertraue.

Und jetzt ist alles anders. Ich bin nicht mehr alleine, ich bin nun selbst eine kleine Familie. Ich bin froh, dass ich mit den vielen Eindrücken nicht auf mich gestellt bin und mit dem Baby ganz viel Hilfe bekomme.

Mal sehen, was es in Deutschland für uns beide weiter zu entdecken gibt. Gut aber, dass es solche Orte wie diesen hier gibt.

(Anmerkung der Redaktion: Der Text wurde übersetzt, *Name aus Datenschutzgründen geändert)



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