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Mai 2016: Bienenherberge


Es ist ein Experiment: ein kleiner Stamm Honigbienen (Apis mellifera) zieht an verborgener Stelle in den Holmecker Wald. Ein Imker fragte an, ob der abgeteilte Bienenstamm ein ruhiges Zuhause bei uns finden könne. Wald gibt es ja genug. Doch Blüten sind rar.

Was essen die Bienen im Wald?

Die fleißigen Bienchen sind anpassungsfähig. Sie sammeln dann neben Blütennektar Honigtau – die zuckerhaltige Ausscheidung von an Pflanzen saugenden Insekten – und machen den Waldhonig daraus.

Waldhonig kann aus Laub- und Nadelbäumen gewonnen werden. Klassische Honigtaupflanzen: Fichte, Tanne, Kiefer, Lärche, Eiche, Ahorn – davon gibt es auf Gut Holmecke mehr als genug.

Wieviele Flugstunden für ein Glas Honig?

Nur 0,05 Gramm Volumen passen in einen Sammelbienen-Magen. 50.000 Flüge sind notwendig, um ein 500 Gramm Glas zu füllen. Da die Bienen aber auch sich selbst ernähren müssen, kommen weitere 50.000 Flüge dazu. Bienen fliegen in der Regel ca. 500 bis 1000 Meter für Hin- und Rückflug. Das sind dann zusammengenommen ungefähr 75.000 Kilometer. Für eine 20 g-Frühstücksportion Honig fliegen die Bienen ca 3000 Kilometer. Wenn das nicht richtige Schwerstarbeit ist!

Erlesener Honigtauhonig

Honigtauhonige sind sogenannte „Sortenhonige“, sehr beliebt beim Verbraucher und daher recht hochpreisig. Honigtauhonige haben eine dunkle rot- bis dunkelbraune Farbe. Das Aroma ist würzig-malzig. Und es ist weniger Fructose und Glucose enthalten.

Tannenhonig zum Beispiel enthält mehr Mineralstoffe und Enzyme und auch ätherische Öle, die wohltuend bei Bronchialerkrankungen sind.

Wir wünschen den Neuankömmlingen einen erfolgreichen Sommer und sind gespannt, wieviel Honig die kleinen Gestreiften bis zum Herbst gesammelt haben.