Wild- und Heilkräuter



Wild- und Heilkräuter — schmecken gut, tun gut…

Das Interesse an Wild- und Heilkräutern ist wieder neu entfacht. Der Wunsch, unserem Körper und Geist etwas Gutes zu tun und dabei im Einklang mit der Natur zu sein ist die primäre Motivation. Doch auch immer mehr Menschen entdecken die  geschmackliche Vielfalt der Wildkräuter für eine natürliche Würzung ohne Zusatzstoffe und Geschmacksverstärker. Da Wild- und Heilkräuter einen wertvollen Beitrag zum Erhalt bzw. zur Wiederherstellung der Gesundheit leisten, betrachten wir manches Unkraut wieder wohlwollender. Wurden früher noch die unscheinbaren, borstigen Gewächse gnadenlos mit Unkrautvernichtungsmitteln bekämpft, erfahren Sie heute ein strahlendes Comeback: Brennnessel in der Suppe, Giersch in der Limonade, Sauerampfer im Salat – alles wird nun fröhlich verspeist. Einige kultivieren sogar Löwenzahn als Salatbeilage im Blumentopf. Und auch in der Hausapotheke hat sich vieles verändert: Chemisch-synthetische Arzneimittel führen neben den natürlichen Kräuterauszügen, Tinkturen und Öle ein Schattendasein.

Kräutergeheimnisse unserer Ahnen

Die Pflanzeninhaltsstoffe und ihre Wirkungen sind nur zum Teil erforscht. Was uns bleibt, sind die Erfahrungen alter Kräuterkundiger, die schon vor Jahrhunderten mit Pflanzen heilten. Ihre Bücher werden heute wieder sorgsam studiert und ausgewertet. Vieles findet sich auch in Mythen und Sagen wieder: Achilles heilte mit der Schafgarbe Wunden, das Märchen von Frau Holle geht auf den Schwarzen Holunder zurück und bis heute küsst man sich unter dem Mistelzweig. Auch Sprüche, wie „sag es durch die Blume“ sollen ihren Ursprung haben, als Frauen ihren Verehrern noch Körbe mit Blumen überreichten, um so auszudrücken, ob der Verehrer Aussicht auf Erfolg hatte oder nicht. So soll ein Korb mit Greiskräutern bedeutet haben: „Du bist mir zu alt“.

Heilpflanzen der Bibel

Aber auch im Christentum finden wir viele Pflanzen, die bereits in der Bibel erwähnt wurden (Ysop, mit dem Jesus am Kreuz der Schwamm mit Essigwasser gereicht wurde) oder deren Name auf bedeutende Persönlichkeiten hinweist (Aronstab, Johanniskraut, Mariendistel). In der christlichen Mythologie wird das Gänseblümchen mit Maria in Verbindung gebracht und findet sich auf vielen mittelalterlichen Darstellungen. Die Schafgarbe wurde Joseph gewidmet und auch Zimmermannskraut genannt, da sie auch seine Wunden geheilt haben soll.

Immer mehr Menschen stehen der klassischen Schulmedizin skeptisch gegenüber und suchen wieder nach natürlichen Alternativen. Viele Beschwerden und Erkrankungen müssen nicht mit chemisch-synthetischen Arzneimitteln behandelt werden. Ein Beispiel ist die Erkältung, die zu ca. 90% von Viren verursacht wird. Sinnvoller ist deshalb, pflanzliche Mittel zu nehmen, die die Symptome lindern und die Selbstheilungskräfte anregen. Viele Menschen bevorzugen die sanfte, gut verträgliche und nebenwirkungsarme Naturmedizin.

Heilkräuter heute – was kann ich behandeln?

Die Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) beschäftigt sich mit der Heilung, Linderung und Vorbeugung von Erkrankungen durch Arzneipflanzen. Sie ist in die naturwissenschaftlich orientierte Schulmedizin eingebunden und ihre Arzneimittel unterliegen den gleichen Anforderungen wie chemisch-synthetische Arzneimittel. Die Wirksamkeit, Qualität und Unbedenklichkeit müssen durch wissenschaftliche Studien oder Anwendungsbeobachtungen nachgewiesen werden.

Monographien (Pflanzensteckbriefe) dienen ebenfalls als wichtige Grundlage für die Zulassung. Pflanzliche Arzneimittel werden aus Pflanzen oder Pflanzenteilen (Blüten, Blätter, Wurzel, Rinde) hergestellt. Aber auch in der Hausapotheke können sie in Form von Tees, Tinkturen, Extrakten, Auszügen etc. eingesetzt werden. Pflanzliche Arzneimittel eignen sich für die alleinige oder unterstützende Behandlung von

  • Atemwegserkrankungen
  • Magen-Darm-Erkrankungen und Erkrankungen der Verdauungsorgane
  • Harnwegsinfekten
  • Depressiven Verstimmungen, Schlafstörungen, nervöse Unruhe
  • Hauterkrankungen
  • Erkrankungen des Bewegungsapparats

Alexandra Ortmann, unsere Heilpflanzenexpertin auf Gut Holmecke,  ließ uns hinter die Kulissen der Phytotherapie schauen und erläuterte im April Großmutters Geheimnisse: Wild- und Gartenkräuter in der Hausapotheke. Leider ist die Veranstaltung schon vorbei.

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